Praxis für Ergotherapie Brigitte Flora-Laube und Winfried Wagner-Sorg

 
 

Sensorische Integrationstherapie (SI)

Die Begründerin dieses Konzepts ist Dr. A. Jean Ayers, eine amerikanische Ergotherapeutin, die herausfand, dass die Ursache von Lernstörungen bei Kindern mit der Häufung von Verarbeitungsstörungen der Sinneswahrnehmung einhergeht.Sensorische Integration gehört zur normalen Entwicklung. Es ist die Verbindung und Verarbeitung von Berührung, Bewegung, Körperhaltung, Riechen, Schmecken, Tasten, Hören und Sehen und somit die elementare Grundlage von Handeln, Sprechen und Lernen.

Alle über die Sinnessysteme aufgenommenen Informationen werden „integriert“. Das bedeutet, sie werden im Nervensystem und Gehirn weitergeleitet, verarbeitet und gedeutet, sodass sie in sinnvolle, der jeweiligen Situation angemessene Handlungen umgesetzt werden können.

Wenn der Prozess der sensorischen Integration gestört ist, zum Beispiel durch eine Infektion im Mutterleib, Alkohol- oder Nikotinmissbrauch der Mutter, Komplikationen vor, während oder unmittelbar nach der Geburt, kann das unterschiedliche Probleme wie Entwicklungsverzögerungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Lernprobleme, Aggressivität u.ä. verursachen.

Diese Störungen können durch neuropädiatrische Untersuchungen und speziellen Tests festgestellt werden.

Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten

 

 

 

 

Mit der ergotherapeutischen Sensorische Integrationstherapie kann man die Sinnesverarbeitung zur Nachreifung anregen durch gezielte und dosiert angebotene Reize mit SI-Geräten (z.B. Rollbrett, schiefe Ebene, Motorikrolle,..), bestimmten Materialien und Handlungsanreizen. Die  Kinder verbessern ihre Körperspannung, Kraftdosierung, Spürwahrnehmung durch Abbau von Hypo- und Hypersensibilitäten. (Nahrung für die Sinne)