Praxis für Ergotherapie Brigitte Flora-Laube und Winfried Wagner-Sorg

 
 

Ergotherapeutisches Sozialkompetenztraining (EST)

Das Training umfasst 14 Einheiten von jeweils 90 Minuten. Es findet einmal wöchentlich statt. Nach der 5. und 10. Einheit findet jeweils ein Elternabend statt.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Pfeiler für einen langfristigen Therapieerfolg durch das EST. Zum Abschluss jeder Einheit bilden die Eltern mit dem Therapeuten eine eigene Runde - werden über den Verlauf der Stunde informiert und mit speziellen Zielsetzungen in die Hausaufgaben der Kinder miteinbezogen.

Klienten

Das Ergotherapeutische Sozialkompetenztraining wurde für eine Gruppe von sechs Kindern im Grundschulalter von ca. 7 bis 10 Jahren entwickelt.

Zielsetzung

Übergeordnetes Trainingsziel ist die Verbesserung der sozialen Kompetenz in sehr konkreten alltagsnahen Situationen. Dazu werden in einem Vorbereitungsgespräch die Probleme des Kindes konkretisiert und gemeinsam Ziele formuliert, die während der Dauer des EST erreicht werden können.

Übergeordnete Ziele des EST:

  • Positives Verhaltensrepertoire der Kinder verstärlen und ausbauen
  • Neue praktische Handlungsstrategien erproben und anwenden
  • Verschiedene Kommunikationsstrategien erlernen
  • Eigenwahrnehmung und Selbstregulation verbessern
  • Gefühle bei sich und anderen erkennen und benennen
  • Grenzen setzen
  • Angemessene Konfliktstratgien kennen und anwenden
  • Freundschaftliche Kontakte aufnehmen und pflegen
  • Selbstständigkeit verbessern
  • Sich als kompetenten Helfer erleben
  • Über Lob und Zuspruch durch die Therapeuten, durch andere Kinder und Eltern mehr Sicherheit im sozialen Handeln bekommen

Indikation

Angesprochen sind Kinder, die Schwierigkeiten im Sozialverhalten haben und relevante Einschränkungen bei alltäglichen Tätigkeiten zu Hause, in der Schule oder in der Freizeit zeigen, z.B. traut sich nicht, sich zu melden, ist häufig in Konflikte verwickelt, hat Ängste vor neuen Situationen.

Eine Diagnose des behandelnden Kinderarztes reicht für das EST aus, eine Differenzialdiagnostik durch einen Kinder- und Jugendspsychiater ist nicht zwingend notwendig.